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Pressemitteilung

5. April 2002

IT-Experten diskutieren Trends für Firmen und Verwaltung
Häußler: „Konkurrenzfähige Produkte aus der Region müssen Weg zum Kunden finden“


v.l.n.r.: Niebel, Abicht, Zypris, Schädlich, Häußler, Kleinwächter
© büro_42/Jan Grasnick
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Halle/Leipzig. Wie viel „e“ brauchen Mittelstand und Verwaltung? – Dieser Frage stellen sich heute Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung beim 4. eForum New Economy Halle-Leipzig in Halle. Hochrangige Vertreter von EU-, Bundes- und Länderebene diskutieren mit IT-Experten und Anwendern vor allem aus dem Bereich des Mittelstandes über Zukunftslösungen in den Bereichen eGovernment, IT für neue Märkte, Innovation im Mittelstand sowie Sicherheit im E-Commerce.

Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler verwies zum Auftakt auf die Lücke, die das Treffen gerade für die mitteldeutsche IT-Branche schließe: „Es hat sich immer wieder gezeigt, dass unsere einheimischen Firmen bezüglich der fachlichen Kompetenz wenig bis keine Hilfe brauchen – hier sind sie international konkurrenzfähig. Unterstützen müssen wir sie aber bei der Kommunikation von Kompetenzen dem Kunden gegenüber.“ Der einheimischen IT-Branche fehle nicht der Markt, er sei aber ungenügend erschlossen. Das bedeute Wettbewerbsnachteile auch für die so genannte „old economy“. Diese Einschätzung stützen nach Ansicht von Michael Schädlich, geschäftsführender Vorstand des Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle-Leipzig e.V. (isw), gleich mehrere Studien seines Instituts: „Ein Drittel der befragten Unternehmen messen der Verbesserung von Marketing und Vertrieb künftig ein hohe Priorität bei.“ Gleichzeitig verwies Schädlich auf große Unsicherheiten vieler Firmen im Umgang mit den neuen Technologien: „Wenn es um die Gesundheit eines Menschen geht, bestimmt der Arzt, welches Medikament in welcher Dosis zu verordnen ist. Bezogen auf die Informations- und Kommunikationstechnologien jedoch gibt es zwar ein hohes Maß an Übereinstimmung, dass diese Technologien die richtige „Medizin“ für Wirtschaft und Verwaltung sind, doch was die richtige Dosis ist und wer diese nach welchen Kriterien bestimmt, ist ein immer wieder zu hinterfragender Sachverhalt.“

Wolfgang Kleinwächter vom Medienstadt Leipzig e.V. betonte denn auch den branchenübergreifenden Charakter der Vorträge und Diskussionsforen: „Wir wollen Kommunikation zwischen „old“ und „new“ economy schaffen, also zwischen Anbietern und Anwendern von IuK-Technologien. Dabei geht es uns nicht nur um den Anwendernutzen im Produkt, sondern in den prozessspezifischen Möglichkeiten des jeweiligen Unternehmens. Die Konjunkturschwankungen der vergangenen Monate haben deutlich gemacht, wie wichtig für die IT-Unternehmen die Nähe zu klassischen Anwendern ist.“ 

Darüber hinaus soll beim eForum bewusst auch der Dialog mit Global Playern Lösungswege aufzeigen, wie Unternehmen Online- und Multimediatechnologien nutzen. So setzt beispielsweise die Dresdner Bank bewusst auf einen Mix aus traditionellen Vertriebskanäle und E-Commerce, wie E-Commerce Betreuer Herms Dittrich erklärt: „Wir wollen den Kunden in die Lage versetzen, jedes Mal neu zu entscheiden, auf welchem Wege und mit welcher Beratungsintensität er seine Bankgeschäfte erledigen möchte. Dass diese Strategie erfolgreich ist, zeigen nicht zuletzt die über 18000 Firmenkunden, die das in der vorigen Woche eingeführte Release 7 des Firmenfinanzportals nutzen, davon allein 1500 mittelständische Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.“

Das eForum New Economy Halle-Leipzig hat sich in kurzer Zeit zu einem innovativen Treffpunkt für die IT-Branche in der Region Mitteldeutschland entwickelt und findet halbjährlich im Wechsel in Halle und Leipzig statt. Anliegen der Veranstaltung ist die Schaffung von informellen Netzwerken zwischen Machern und Entscheidern sowie die Förderung von Geschäftsanbahnungen in den Bereichen Business-to-Business und Business-to-Administration. Veranstalter des eForums sind das isw Halle-Leipzig e.V. und der Medienstadt Leipzig e.V., Partner sind neben den Stadtverwaltungen von Leipzig und Halle, das Mitteldeutsche Kompetenzzentrum für den elektronischen Geschäftsverkehr, die Dresdner Bank AG Region Ost sowie die Initiative InfoRegio des Landes Sachsen Anhalt. In Halle wird das eForum New Economy im Rahmen der Initiative Halledigital organisiert. Zur aktuellen Veranstaltung haben sich mehr als 150 Vertreter von Einrichtungen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft angemeldet.

Kontakt:

Institut für Strukturpolitik Halle Leipzig e.V.
Dr. Andrea Ferber
fon: 0345-5 21 36 18
fax: 0345-5 17 07 06
email: isw.halle.ferber@t-online.de

Medienstadt Leipzig e.V.
Paul Zaprasis
fon: 0341-4 97 83 01
fax: 0341-4 97 83 19
email: paul.medienstadt@gmx.de